Die Vorstadt

Als Auffangbecken für Verbrecher, Ausgestoßene, Flüchtlinge aus den Küstenregionen, Kreuzzugsheimkehrer oder einfach nur Leute, die sich ein Leben innerhalb der Stadtmauer nicht leisten können, kommt die Vorstadt nicht zur Ruhe. Das Ordinatorium hat in der Vorstadt wenig zu melden; die Vorstädter machen sich ihre Gesetze selber.

Die Kluft: Bis vor einigen Jahren war die soziale Ordnung in der Vorstadt dominiert vom Kampf der beiden Banden - zum Einen die alteingesessenen "Grauraben" und zum Anderen die "Klippschliefer", Flüchtlinge von der Küste, die geheimhin als Schlickfresser beschimpft werden. Nachdem die Anführer der beiden Banden vor gut zwei Jahren unter immer noch nicht ganz klaren Umständen verstorben sind, hat es jedoch eine seltsame Annäherung zwischen den beiden Banden gegeben. Offensichtlich wird nun gemeinsame Sache gemacht, bei so mancher illegaler Angelegenheit. Sehr zum Missfallen so manch anderer Vorstädter, die die Hoffnung hegen sich der offiziellen Stadt anzunähern damit sie endlich Gehör bei denen innerhalb der Mauern zu finden und so ihr Los auf ehrbarem Weg zu verbessern. 

Armenmission und Schenke: Vor allem durch die Unterstützung des Ordens wird seit Jahren in der Vorstadt eine Armenmission betrieben, welche sich der kostenlosen Verpflegung der Vorstädter widmet. Seit etwas über einem Jahr hat sich die Spelunke mit dem wechselnden Namen "Klipprabe" oder "Grauschliefer" in der Vorstadt etabliert. Der raue  und ranzige Charme - oder vielleicht auch nur der spottbillige "Grindschluck" - zieht jede Nacht zahlreiche Vorstädter als auch abenteuerlustige Bürger an den Tresen von Aaltje, Lucas und Irmel. 

Das Glücksspiel: Es wird doch nicht etwa am vom Ordinatorium streng überwachten Glücksspielverbot innerhalb der Stadtmauer liegen, warum sich nicht selten Städter in die Vorstadt wagen? Die vorstädtischen Grubenkämpfe sind mittlerweile legendär, doch es wird gemunkelt, dass ein neues Glücksspiel ein großes Publikum gefunden hat und sich riesige Beträge gewinnen lassen. Kein Wunder, dass sich die alten Häuser Nurhn und Avesta zunehmend für die Vorstadt interessieren. 

Die Neuankömmlinge: In den letzten Wochen und Monaten trafen wieder zahlreiche neue dreckige Gesichter in der Vorstadt ein. Zumeist sind es Flüchtlinge von der Küste, die die Furcht vor Korsarenangriffen ins Landesinnere getrieben hat. Die berüchtigte Flotte aus dem Norden scheint zwar Tol Avestoi zwar noch nicht erreicht zu haben, aber grausige Geschichten von brennenden Dörfern auf Tol Malat befeuern die Ângste der Fischer.

Zugleich treffen auch Heimkehrer von den Kreuzzügen in Neu Ismilia ein. Oft waren es Kriminelle die statt ihrer Strafe den Zug für IO gegen die heidnischen Korsaren gewählt haben. Mit ihnen ist man im Norden nicht zimperlich umgegangen und der Terror des Krieges sitzt ihnen immer zumeist tief in den Knochen.

Die Kapelle: Mit dem vom talonischen Orden finanzierten Kapellenbau ist im letzten Jahr sowohl bezahlte Arbeit als auch ein wenig mehr Seelenheil in die Vorstadt eingekehrt. Nach wie vor sucht der Orden nach talentierten Handwerken, um die Kapelle Io-gefällig einzurichten.

Hier findet ihr Impressionen einiger VorstädterInnen unserer bisherigen Spiele.

Outtime-Info:

  • Charaktere: Die Rollen sind auch hier gecastet - vom Bettler bis zum Ausgestoßenen alles, was den untersten Bodensatz einer Stadt darstellt. Euer Leben wird hart und ungerecht sein! Doch in der Vorstadt herrschen andere Gesetze als in der Stadt, das bedeutet auch eine ganz andere Art von Freiheit.
  • Berufe: Auch in der Vorstadt wird Handel getrieben und gearbeitet. Folgende Berufe würden zum Beispiel gut in die Vorstadt passen: Seifensieder, Kerzenzieher, Töpfer, Seil-, Borten- oder Nestelbandmacher, Aschensammler oder Köhler, Kräuter-, Beeren- und Pilzsammler, Kesselflicker, Totengräber oder Scharfrichter. Wenn du dich für einen dieser Berufe interessierst oder andere Vorschläge hast, gib uns einfach bei der Anmeldung im Kommentarfeld bescheid oder schreib uns ein Mail.
  • Banden & ehrliche Leut': Manche Vorstädter sind Teil der etablierten Vorstadtbande, die die neuismilianische Unterwelt kontrollieren. Schreibt uns bitte bei der Anmeldung gegebenenfalls, ob ihr in das Bandenspiel eingebunden werden wollt und für welche Rolle innerhalb der Bande ihr euch interessiert (Anführer, Prügelknabe, Spion,...).
  • Geeignet für: SpielerInnen mit Freude am dreckigen und kriminellen Leben. Als Vorstädter hat man es manchmal eben schwer über die Runden zu kommen und steht nun mal am Ende der hierarchischen Hackordnung. Die Bereitschaft zu (IT) kriminellen Handlungen, Bettelei oder einfach mal "arm-dran-sein" sollte gegeben sein - dafür sind dann die Erfolgserlebnisse wenn doch der soziale Aufstieg oder ein ganz besonderer Coup gelingt um so größer. Und außerdem: unter den Vorstädtern - zumindest innerhalb der eigenen Gang - herrscht ein schlitzohriger Zusammenhalt, von dem sich selbst Haus Nurhn ein Scheibchen abschneiden könnte.
  • Frustpotential: Durch den sozialen Status kann die Zugänglichkeit mancher Spielbereiche für VorstädterInnen eingeschränkt sein.
  • Reduzierter Conbeitrag: Vorstadtspieler in eigenen Zelten zahlen dieses Jahr einen geringeren Conbeitrag. Weitere Details findest du hier.
  • Unterbringung: Alle Vorstadtspieler schlafen ausschließlich in ambientetauglichen Zelten - der Schlafplatz ist selbst zu organisieren (wenn ihr kein Zelt habt nutzt bitte das Weltensammlerforum oder die Facebook-Vorstadt-Gruppe). Es werden keine Zelte von der Orga verborgt; allerdings geben wir dieses Jahr einige Zelte für eine Spende von 40€ pro Zelt ab (mehr dazu hier).

„Psst.. hast du schon gehört? Der Graurabe ist tot! Erschlagen, mit einem Brett! Und du errätst nie wer es gewesen sein soll: Der Würschtler wars!“